Staatliche Ausschreibungen – so einfach wie Online-Shopping

Das KI-Startup Tenderflow automatisiert Ausschreibungen – und bringt kleinen Unternehmen große Aufträge direkt ins Postfach.
Paderborn. Wer sich schon mal durch eine öffentliche Ausschreibung gekämpft hat, weiß: Das ist nichts für schwache Nerven. 150 Portale, tausend Regeln, zehn PDFs mit Fußnoten in Amtsdeutsch – willkommen in der Welt der öffentlichen Vergabe. Klingt wie ein Bürokratiealbtraum? Ist es auch.
Das Paderborner KI-Startup Tenderflow zieht jetzt den Schlussstrich: Tenderflow macht öffentliche Ausschreibungen endlich für jeden nutzbar – nicht nur für Konzerne mit eigenen Vergabestellen, sondern für alle, die einfach nur gute Arbeit anbieten wollen.
„Tenderflow funktioniert wie eine Shopping-App für Aufträge: Man legt ein Profil an, gibt ein paar Kriterien ein und bekommt täglich relevante Ausschreibungen vorgeschlagen. Ohne Suchen. Ohne Raten. Ohne Panik“, sagt Lars Lammers, Mitgründer von Tenderflow.
Der Staat will kaufen. Warum macht’s ihm keiner einfach?
Jedes Jahr werden in Europa Milliarden an staatlichen Aufträgen vergeben – für Bau, IT, Sicherheit, Soziales, Energie und vieles mehr. Der Mittelstand könnte davon profitieren. Tenderflow macht es möglich: eine Plattform, eine Oberfläche, eine KI, die das Denken übernimmt.
Tenderflow analysiert automatisch, welche Ausschreibungen wirklich zum Unternehmen passen – und zeigt sie direkt im eigenen Dashboard an. Die KI liest mit, extrahiert die Anforderungen und sagt klar: Was wird gebraucht? Welche Nachweise? Lohnt sich das überhaupt?
Mittelständler setzen bereits auf die Software
Markus Hartmann, Vorstand bei HARTMANN TRESORE, einem mittelständischen Unternehmen, das regelmäßig an öffentlichen Ausschreibungen teilnimmt, arbeitet bereits mit der Software:
„Bei uns hat es sofort funktioniert: Zwei Wochen nach Start der Software hatten wir vier relevante Ausschreibungen und haben direkt Angebote abgegeben. Ganz ehrlich: Ich hätte nicht gedacht, dass das geht.“
Hartmann kennt das Spiel: Er hat internationale Ausschreibungen gemacht, von Armenien bis Dubai. Mit Tenderflow wollte er es besser machen. Heute ist er nicht nur Nutzer, sondern auch Business Angel von Tenderflow.
Große Vision: Tenderflow geht den Ausschreibungsmarkt europaweit an
Gegründet wurde Tenderflow 2025 von Lars Lammers und Tobias Graf, zwei Technologie- und KI-Experten mit Startup-Erfahrung. Ihr ambitioniertes Ziel: Ausschreibungen revolutionieren und zum europäischen Marktstandard werden.
Momentan arbeiten drei Leute im Startup, aber das Team wächst schnell – bis Ende 2026 soll es auf 14 Mitarbeiter anwachsen. In den kommenden Jahren will Tenderflow die Anlaufstelle für alle werden, die öffentliche Aufträge smart und unkompliziert abwickeln wollen.
Und der Markt? Riesig. In Europa fließen jedes Jahr rund zwei Billionen Euro in öffentliche Ausschreibungen – das sind ungefähr 15 Prozent dessen, was in der EU jedes Jahr insgesamt an Waren und Dienstleistungen produziert wird.
Über Tenderflow
Tenderflow ist ein Tech-Startup aus Paderborn. Die Plattform vereinfacht staatliche Ausschreibungen radikal: Unternehmen erhalten automatisch passende Ausschreibungen, bekommen alle Anforderungen einfach erklärt – und sollen mit einem Klick ein komplettes Angebot abgeben können.
Doch das ist erst der Anfang: Zukünftig wird Tenderflow die Angebotsabgabe vollständig automatisieren. Gegründet wurde Tenderflow 2025 von Lars Lammers und Tobias Graf, mit Unterstützung von Business Angel Markus Hartmann.

