Stadt Paderborn wird mit dem 1. Platz beim Wattbewerb ausgezeichnet

Wattbewerb
Michael Kriesten, stellvertretender Leiter im Amt für Umweltschutz und Grünflächen (Bildmitte), nimmt den Pokal von Markus Lewe, Präsident des Deutschen Städtetags entgegen (links im Bild).

Wattbewerb überreichte am 4. Juni gemeinsam mit Markus Lewe, Präsident des Deutschen Städtetags, die Pokale und Urkunden an die besten Wattbewerb-Kommunen. Passend zur Siegerehrung strahlte die Sonne über dem Park von Schloss Bellevue. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter waren der Einladung zur Woche der Umwelt gefolgt, um ihre Auszeichnung für den erfolgreichen Zuwachs von Photovoltaik entgegenzunehmen.

Den größten Zuwachs pro Kopf in einer Großstadt erreichte Paderborn mit umgerechnet 29 Fußballfeldern PV-Zuwachs. Die Daten für die Auswertung wurden aus dem Marktstammdatenregister gezogen, in dem jede PV-Anlage registriert sein muss. Die Stadt Paderborn hat einen Zuwachs von 256,74 Wattpeak pro Einwohnerin bei allen Anlagen im gesamten Stadtgebiet erzielt, wobei von dem Bevölkerungsstand von 153.231 Einwohnerinnen zum Stichtag ausgegangen wurde. Michael Kriesten, Stellvertretender Leiter des Amts für Umweltschutz, nahm den Pokal von Herrn Lewe entgegen. „Die Initiative für die Teilnahme an Wattbewerb ging von der Ortsgruppe der Parents for Future aus, sonst wären wir heute vielleicht gar nicht hier,“ würdigte Herr Kriesten das bürgerschaftliche Engagement in Paderborn. Der Ausschuss für Umwelt, Klima und Mobilität hatte am 20.04.2021 die Teilnahme am „Wattbewerb“ beschlossen.

Markus Lewe lobte Wattbewerb als erfolgreiches Konzept, um die Zivilgesellschaft bei der großen Aufgabe der Energiewende mitzunehmen: Wattbewerb mache die Energiewende zu einem positiven Mitmachprojekt.

Bergisch Gladbach erhielt einen Sonderpreis als erste Großstadt, der es gelang, ihre installierte PV-Leistung zu verdoppeln. Bürgermeister Frank Stein stellte das große Engagement und den Idealismus vor Ort heraus und bedankte sich bei den Bürgerinnen und Bürgern seiner Stadt.

Gütersloh auf Platz 2 schaffte im gleichen Zeitraum umgerechnet einen PV-Zubau in der Größe von 17 Fußballfeldern. Klimaschutzmanagerin Marion Zweckstetter nahm den Pokal persönlich in Empfang. „Gütersloh ist als Stadtgesellschaft auf einem guten Weg zur Klimaneutralität,“ hob sie hervor.

Ulrich Willmann, Amtsleiter strategische Planung / Team Klimaschutz in Ulm, erläuterte den strategischen Ansatz der Stadt beim PV-Ausbau, der Ulm Platz 3 beschert. „Wir haben Wattbewerb unter anderem für Bildungsarbeit genutzt und einen Malwettbewerb an Kitas und Schulen durchgeführt. Die Bilder wurden von einer Jury mit dem Oberbürgermeister bewertet und im Stadthaus ausgestellt,“ freute er sich über das gute Abschneiden der Stadt.

Über eine Urkunde für die guten Zubauleistungen ihrer Städte freuten sich außerdem der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe und die Klimaschutzmanager Tim Plieninger (Osnabrück), Tarek Abu-Ghazaleh (Oldenburg) und Sebastian Stößel aus Erlangen.

In der Kategorie Städte sicherte sich Aichach mit einem beachtlichen Zubau von über 1000 Watt Peak an Solarleistung pro Kopf den ersten Platz. Platz 2 entfällt auf Schrobenhausen. Wattbewerb überreichte Charlotte Martin-Stadler, Kreisklimaschutzmanagerin von Aichach-Friedberg, die Pokale stellvertretend für Aichach und Schrobenhausen, die aktuell von der Hochwasserlage betroffen sind.

Die Auszeichnung für den dritten Platz 3 der Stadt Gescher nahm Klimaschutzmanager Christian Fleer entgegen. „Wattbewerb hat uns Motivation und Impulse für die Energiewende gebracht und die Möglichkeit, uns mit anderen Städten zu vergleichen, ist sehr interessant,“ fasste er zusammen und bedankte sich beim Team Wattbewerb für das Engagement.

Aus den bestplatzierten Städten waren zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter angereist, die sich über eine Urkunde für die bemerkenswerte Zubauleistung in ihrer Stadt freuen durften: Bürgermeister Stefan Martus aus Philippsburg, Klimaschutzmanager Alexander Eing aus Ahaus, Erster Bürgermeister Marco Steiner aus Rödental, Stadtverordnete Anette Herbst-Köller aus Rüthen und Bürgermeisterin Marion Dirks aus Billerbeck.

Bei den Gemeinden stach Bayern hervor: unter den Top 10 ist ausschließlich dieses Bundesland vertreten. Ein äußerst knappes Kopf-an-Kopf-Rennen leisteten sich hier Ebensfeld auf Platz 3 und Hochstadt am Main auf Platz 2: die zugebaute Leistung pro Kopf unterschied sich hier um weniger als 1 Watt Peak. Erster Bürgermeister Max Zeulner aus Hochstadt/Main nahm den Pokal entgegen: „Bei uns spielen bisher Freiflächenanlagen eine große Rolle. Hier war das gute Miteinander mit den landwirtschaftlichen Betrieben ein großer Gewinn für uns. Inzwischen konzentrieren wir uns beim Zubau stärker auf die Dächer.“

Einen großen Erfolg kann Falkenberg auf Platz 1 vorweisen mit einem unglaublichen Zubau von 4,8 kW Peak je Einwohner. Dies entspricht umgerechnet mehr Strom als ein sparsamer fünfköpfiger Durchschnittshaushalt in einem Jahr verbraucht.

Foto: Wattbewerb

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