Warum Kinder gerne mit Puppen spielen

Kinder spielen mit Puppen

Jungen spielen gerne mit Autos und für Mädchen sind Puppen das Größte. Ein Klischee, das bei genauerer Betrachtung nicht immer standhält. Unabhängig vom Geschlecht zählen Puppen schon seit vielen Tausend Jahren zu den Spielzeugen von Kindern. Gefertigt aus Holz oder Ton wurden sie selbst als Beigabe in Kindergräbern der Jungsteinzeit gefunden. Doch warum spielen Kinder eigentlich gerne mit Puppen.

Auch Jungen spielen manchmal gerne mit Puppen

Bekommen Kinder ihre erste Puppe geschenkt, bauen sie zu ihr in der Regel eine sehr innige Beziehung auf. Die Puppe wird gefüttert, gebadet und oft umgezogen. Auch das Ausfahren in einem Puppenwagen ist für die Kinder wichtig und oftmals muss die Puppe auch gebadet werden und muss schlafen gehen. Experten gehen davon aus, dass die Kinder die Puppe so umsorgen, wie sie es gerne selbst für sich auch haben oder in manchen Fällen auch gerne hätten. Sind die Kinder etwas älter, ziehen oftmals Puppen wie die sehr beliebten Barbie und Ken ins Kinderzimmer ein. Da mit Ken ein männliches Pendant vorhanden ist, nehmen auch gerne Jungs am Spiel mit den Puppen teil. Vor allem gerne dann, wenn sie sich unbeobachtet fühlen oder die Freunde nicht dabei sind.

Im Puppenspiel werden Kinder zur Puppenmama

Zu den beliebtesten Spielen mit Puppen zählt Vater, Mutter und Kind. Bei diesem Spiel stellen Kinder alleine, mit ihren Geschwistern oder auch mit Freunden die Erlebnisse aus ihrer eigenen Welt nach. Die Puppen übernehmen sehr oft die Rolle des Kinds und das Kind selbst ist dann die Puppenmama. Die Kinder lernen dadurch Fürsorge und Verantwortung. Außerdem übernehmen sie für ihr Baby oder Kind die soziale Verantwortung und entwickeln ein entsprechendes Verständnis. Durch das An- und Ausziehen der Puppe und durch das Schieben im eigenen Puppenwagen werden gleichzeitig die motorischen Fähigkeiten der Kinder geschult. Eltern sollten das Spiel des Kindes beobachten, aber nicht eingreifen. In vielen Fällen wird der Alltag nachgespielt und Eltern können vom Kind lernen, was es gerne hat und was nicht.

Die erste Puppe für Kinder muss keine besondere Mimik haben

Für Eltern stellt sich die Frage, wie die Puppe zum Spielen aussehen soll. Wenn das Kind noch sehr klein ist, sollte die Puppe so einfach wie möglich gestaltet sein. Es ist vor allem wichtig, dass die Puppe ungefährlich ist. Bis zu einem Alter von zwei Jahren ist eine Stoffpuppe ohne scharfe Teile und ohne Kleinteile ideal. Da die Kinder in diesem Alter alles in den Mund nehmen, müssen die Materialien der Puppen frei von Giftstoffen sein. Außerdem sollte die Puppe waschbar sein. Die erste Puppe muss auch keine besondere Mimik haben. Das Gesicht kann daher ruhig einem “Smiley” ähneln. Ist das Gesicht zu realistisch gestaltet, haben Kinder oftmals sogar Angst davor und lehnen die Puppe ab. Werden die Kinder älter, kann die nächste Puppe auch anspruchsvoller sein. Für viele Kinder wird die nächste Puppe der Begleiter bis ins Teenager-Alter.

nach oben