Alter und Rente: Wer nicht privat vorsorgt, hat später das Nachsehen

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Die Ampelkoalition aus SPD, FDP und den Grünen ist erst seit einiger Zeit im Amt. Bisher hat sie sich nicht übermäßig zum Thema Rente geäußert – dabei ist es aufgrund des demografischen Wandels eines der größten Zukunftsprobleme des Landes, die es zu bewältigen gilt.

Werden keine Lösungen für eine ausreichende staatliche Absicherung gefunden, müssen junge Menschen bereits früh privat vorsorgen. Sonst drohen ihnen im Alter große Einschränkungen beim Lebensstandard – bei steigender Lebenserwartung.

Vage Pläne der Ampel-Koalition

Der Koalitionsvertrag der Ampel-Regierung umfasst etwa 180 Seiten. Dem Thema Rente sind in dem Papier lediglich zwei Seiten gewidmet. In wenigen Zeilen ist da auch die Rede von einer teilweisen Kapitaldeckung der gesetzlichen Rentenversicherung.

Wenn diese Maßnahme umgesetzt wird, fließen der Rentenversicherung 10 Milliarden Euro aus Mitteln des Bundes zu, die als dauerhafter Fonds von einer öffentlich-rechtlichen Institution am Kapitalmarkt anzulegen sind – ähnlich dem „Schweden-Modell“, bei dem der Staat 2,5 Prozent des Bruttoeinkommens seiner Bürger automatisch einzieht, an der Börse investiert und bei Rentenbeginn mit auszahlt.

Dieser Kapitalstock des Bundes als Geldanlage soll sowohl die Rentenbeiträge als auch das Rentenniveau stabil halten. Viele Finanzexperten sehen dies indes skeptisch: Bleibt es bei dem einmaligen Kapitalzuschuss, wird dieser für die Absicherung der Rente bei weitem nicht ausreichen. Es müssten noch viel mehr Milliarden aus dem Staatssäckel in die Rente fließen, damit dieses Konzept greift.

Zu weiteren Änderungen wie etwa eine Verschiebung der Regelaltersgrenze hat sich die Ampelkoalition bislang nicht geäußert. Auch von einer direkten Beteiligung der Renteneinzahler am Kapitalmarkt ist zurzeit nicht die Rede. Ähnlich wie bei den Schweden würden Rentner auf diese Weise automatisch individuelle Ansprüche aus einer staatlichen Fondslösung erhalten.

Vor diesem Hintergrund dürfte sich für die Generation der Babyboomer wenig ändern. Für jüngere Arbeitnehmer sieht das allerdings anders aus: Aufgrund der vagen Äußerungen der Bundesregierung in Bezug auf die Rentenproblematik müssen sie vorbeugend privat vorsorgen, um für zukünftige Veränderungen und etwaige Kürzungen bei der gesetzlichen Rente gewappnet zu sein.

Wer früher spart, hat mehr vom Rentnerleben

Weiterhin hat die Ampelkoalition versprochen, dass das Mindestrentenniveau von 48 Prozent über die laufende Legislaturperiode hinaus garantiert ist. Das bedeutet aber auch, das die in den vergangenen Jahrzehnten vorgenommenen Rentenkürzungen nicht mehr zurückgenommen werden.

Damit steht fest: Selbst bei einem auf 48 Prozent stagnierendem Rentenniveau müssen Arbeitnehmer mehr als je zuvor privat Geld anlegen, wenn sie eine monatliche Rentenlücke von mehreren hundert Euro kompensieren wollen.

Dabei ist es wichtig, so früh wie möglich mit dem Sparen für später zu beginnen. Laut einem Beitrag auf der Website des Finanzdienstleisters Swiss Life Select profitieren Anleger auf diese Weise am besten von den Renditechancen am Kapitalmarkt und dem Zinseszins, bei dem Zinserträge gleich wieder zurück ins Ersparte wandern. So lassen sich im Laufe der Jahre überproportionale Erträge erzielen.

Die Höhe der monatlichen Beiträge hängt dabei von den individuellen Lebensumständen ab, so die Experten von Swiss Life Select. Dazu gehören das Lebensalter ebenso wie das Beschäftigungsverhältnis oder die Laufzeit des betreffenden Finanzprodukts. Zu Beginn der Ansparphase kann mit einem geringen Betrag begonnen werden, der bei steigendem Einkommen erhöht wird.

Bei den Produkten selbst empfehlen die Berater auf dem Facebook- und Instagram-Account von Swiss Life Select zurzeit fondsgebundene Rentenversicherungen. Im Gegensatz zu klassischen Rentenversicherungen bieten sie weniger garantierte Leistungen, dafür aber höhere Renditechancen.

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