Sicher kommunizieren mit der Blockchain?

Sicher kommunizieren mit der Blockchain?

Gerade für Unternehmen sind sichere Kommunikationswege besonders wichtig, vor allem dann, wenn es um den Datenaustausch mit Behörden geht. Darin ist auch der Grund zu sehen, warum inzwischen immer mehr Stimmen laut werden, die fordern, dass der Einsatz von sicher geltenden Blockchain-Technologien gerade in diesem Bereich verstärkt wird.

Polkadot könnte hier die Antwort auf viele Fragen sein, denn hierbei handelt es sich um ein Blockchain-Protokoll der nächsten Generation. Anders als andere Blockchain Technologien ermöglicht es Polkadot, unterschiedliche Blockchains miteinander zu verbinden. So könnte die Idee, die hinter Polkadot steht, für ein besseres und sichereres Internet sorgen.

Blockchain-Technologie – wie funktioniert das?

Längst ist bekannt, wie hoch der Sicherheitsstand der Blockchain-Technologie ist, denn sie wird aus gutem Grunde zur Verschlüsselung von Digitalwährungen wie dem Bitcoin verwendet. Doch auch wenn diese Technologie ihren Anfang bei den Kryptowährungen genommen hat, so weiß man längst, dass die Einsatzgebiete der Blockchain-Technologie um einiges vielfältiger sind.

Hier werden einzelne Datensätze, die sogenannten Blöcke, erstellt, um dann wie eine Kette miteinander verbunden zu werden. Bildlich gesprochen reiht sich hier, wie bei einer Kette, eine Perle an die andere. So ist es auch möglich, die Kette fast unbegrenzt durch eine beliebige Zahl an Blöcken zu erweitern.

Das Entscheidende ist hier aber, dass jeder Datenblock die Informationen des vorhergegangenen Blocks enthält. Auf Grund der Tatsache, dass alle Blöcke miteinander verbunden sind, ist es unmöglich, diese Kette zu manipulieren, zu verändern oder zu löschen. Damit ist eine extrem hohe Sicherheit beim Datentransfer gewährleistet.

Wie würde sich die Blockchain-Technologie in der Kommunikation auswirken?

Anhand eines Beispiels im Bereich der Kommunikation fällt es sehr viel leichter, die Technologie hinter der Blockchain besser zu verstehen. WhatsApp Nachrichten werden täglich von beinahe jedem Nutzer verschickt oder empfangen.

Niemand beschäftigt sich wirklich damit, wie der Weg einer solchen WhatsApp Nachricht tatsächlich aussieht. Die meisten Nutzer werden vermutlich davon ausgehen, dass die geschriebene Nachricht direkt beim Empfänger landet. Doch so läuft diese Datenkommunikation nicht ab.

Die Nachricht landet zunächst einmal auf dem Server des Betreibers. Hier wird sie verarbeitet und gespeichert. Erst dann wird sie an den Empfänger weiter gesendet. Mit der Art der Versendung, sei es nun bei Bankgeschäften wie Überweisungen oder der Versendung von Nachrichten, entsteht zugleich eine Sicherheitslücke.

Auch wenn es unwahrscheinlich erscheinen mag, so liegen diese Daten nun beim Betreiber und damit ist, wenn auch nur rein theoretisch, die Möglichkeit geschaffen, dass der Betreiber über diese Daten verfügen kann. Er könnte die Nachricht manipulieren oder einfach zurückhalten. So wie gerade beschrieben, funktionieren Zentrale Netzwerke. Das gilt also nicht nur für den Nachrichtendienst WhatsApp, sondern für alle Einrichtungen, die mit dem Versand von Daten und Geldern zu tun haben. Das bedeutet, auch die Banken funktionieren genauso. Aus genau diesem Grund ist es den Banken auch möglich, zum Beispiel Überweisungen zu stoppen.

Eine getätigte Überweisung landet nämlich auch nicht direkt beim Empfänger, sondern auch sie wird zunächst von den Banken bearbeitet, gespeichert und dann erst weitergeleitet.

Vielleicht erinnert sich der ein oder andere noch an einen Vorfall bei Wikileaks. Damals beschlossen die Banken kurzum, die Spenden von Wikileaks zu sperren. Schon damals bat Wikileaks auf Grund dessen darum, künftige Spenden ausschließlich in Form von Bitcoins zu tätigen. Der Grund: Die Kryptowährung wird mit der Blockchain-Technologie verarbeitet.

Hierbei handelt es sich um ein dezentrales System, auf das weder Banken noch Regierungen Einfluss nehmen können. Das bedeutet, ob Daten oder Gelder, bzw. in diesem Fall Kryptowährungen, werden auf einen direkten Weg vom Absender an den Empfänger versendet.

Eine weitere Problematik, die sich bei dem zentralen System ergibt, liegt darin, dass die Daten auch vor Cyberangriffen nicht ausreichend geschützt sind. Hier kann nie ganz sichergestellt werden, dass nicht ausschließlich autorisierte Personen Zugriff auf die Daten haben.

Die innovative Lösung

Die Blockchain-Technologie ist hier die innovative Lösung, denn anders als gerade bei der WhatsApp Versendung beschrieben, landet die versendete Nachricht nicht auf dem Server des Betreibers. Hier landet die Nachricht in einem Netzwerk aus vielen vollkommen voneinander unabhängigen Computern.

Diese weltweit verstreuten Computer gehören ganz normalen Usern. Natürlich kann nun jeder PC-Besitzer diese Nachricht nicht lesen, denn jeder PC übernimmt nur einen bestimmten Teil der Arbeit. Auf Grund dessen ist es niemanden möglich, auf die komplette Nachricht zuzugreifen und sie zu lesen.

Das bedeutet, dass ein dezentrales Netzwerk den wirklich sicheren Weg zum Versenden von Daten bietet.

Das sind die Vorteile der Blockchain-Technologien in Unternehmen

Voraussichtlich wird die Blockchain künftig viele alte Geschäftsmodelle überholen oder zumindest stark herausfordern. Mit der Blockchain-Technologie könnten Banken sogar überflüssig werden. Eine Zwischeninstanz, wie sie bei allen zentralen Systemen notwendig ist, wird hier nicht mehr benötigt. Die Folge wäre, dass das ganze Verfahren erheblich schneller und ebenfalls günstiger würde.

Darüber hinaus würde die Blockchain-Technologie dafür sorgen, dass viele verschiedene Anwendungen als gleichwertige Partner in einem Netzwerk zusammenarbeiten könnten. Ohne zentrale Server vernetzt die Blockchain gleichwertige Partner. Derzeit gibt es einige Unternehmen, die bereits schon jetzt mit der Blockchain-Technologie experimentieren. Dazu zählt der Bankensektor, die Versicherungswirtschaft oder der Energiesektor. Hier geht es um Sicherheit, Effizienzvorteile und auch um Kostenersparnisse.

Das könnte die Blockchain-Technologie für Unternehmen leisten

Da es sich bei der Blockchain um eine verteilte Datenbank handelt, wird hier nichts mehr an einem Punkt in einem Rechenzentrum gespeichert. Hier befindet sich die komplette Version der Datenbank auf der Datenbank jeden Nutzers.

Somit sorgt die Verteilung der Daten ebenso wie die weiteren kryptografischen Verfahren dafür, dass eine Datenmanipulation nicht mehr möglich ist. Eine Manipulation würde sofort auffallen, weil jeder Teilnehmende über eine vollständige Kopie aller Daten verfügt. Es würde sofort auffallen, wenn hier eine einseitige Manipulation stattfinden würde. Das sorgt für die Fälschungssicherheit der Daten. Ein weiterer und äußerst wichtiger Faktor ist aber auch die allgemeine Verfügbarkeit und die Integrität der Daten, wobei jeder Nutzer zu jeder Zeit auf die Daten zugreifen kann. Auf Grund dessen ist es absolut unmöglich, dass die Daten jemals verloren gehen, selbst wenn mal eine Festplatte oder auch ein gesamtes Rechenzentrum ausfallen würde. Damit ist nicht nur eine optimale Datensicherheit gewährleistet, sondern auch die Prozesse für die Unternehmen werden somit deutlich effizienter.

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