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Turbulente tausend Jahre
Dienstag, 24 April 2018 | Autor: Mario Rakuša

Cherusker – Römer – Germanen

©Lippisches Landesmuseum Detmold
©Lippisches Landesmuseum Detmold
Vortrag von Museumsdirektor Dr. Michael Zelle über das spannende Bild der Antike im „Land des Hermann“, am Donnerstag, dem 3. Mai, um 19.30 Uhr, im Lippischen Landesmuseum Detmold.

Detmold. Die Geschichte Lippes in der Antike wird oft mit kraftstrotzenden, kriegerischen, in Tierfelle bekleideten Hünen, die schon immer hier siedelten verbunden. Ein Bild, dass von Berichten römischer Schriftsteller geprägt wurde – allen voran Tacitus mit der „Germania“.

FOTO: Kraftstrotzende kriegerische Hünen? Gemälde von Otto Albert Koch: Die Varusschlacht, 1909

In seiner Schrift beschreibt der römische Historiker und Senator Tacitus, die Geographie des Landes und benennt verschiedene germanische Stämme. Er stellt Sitten und Gebräuche vor und lobt ihre ihm zufolge sittliche Lebensweise und das streng geregelte Familienleben. Bewundernd äußert es sich über ihre Tapferkeit im Krieg und ihren Freiheitswillen. Kein Wunder, unter dem legendären Cheruskerfürsten Arminius ringen sie drei römische Legionen nieder. Allerdings weist Tacitus auch auf Schwächen hin, wie ihre Trägheit, ihren Hang zu Würfelspiel und übermäßigem Alkoholkonsum. Dichtung oder Wahrheit?

„Die Schriften des Tacitus wurden erst im 15. Jahrhundert wiederentdeckt. Auf der Suche nach nationaler Identität kehrten Cherusker und Germanen überhaupt in das Bewusstsein der Deutschen zurück“, erklärt Dr. Zelle. Arminius, mittlerweile zu „Hermann“ eingedeutscht, entwickelte sich zum deutschen Nationalhelden und zum Vorkämpfer deutscher Freiheit gegen Rom und wurde zu einer der wichtigsten Symbolfiguren der Deutschen auf ihrer Suche nach kultureller Selbstbehauptung, fügt der Museumsdirektor hinzu.

Mythos oder Realität? Wer waren die Germanen und wie lebten sie wirklich? Aktuelle Forschungsergebnisse belegen: es gab komplexe Stammesverbände, hochentwickelte Lebensformen, aber auch kulturelle Rückschritte. In seinem Vortrag, am Donnerstag, dem 3. Mai, um 19.30 Uhr, zeichnet Dr. Zelle ein spannendes Bild der turbulenten tausend Jahre im „Land des Hermann“.

Der Eintritt ist frei. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist sind Reservierungen möglich, telefonisch unter 05231 99250 oder shop@lippisches-landesmuseum.de


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