Zugereister mutmaßlicher Betrüger und Dieb prellte Hotels und Pensionen: Haftbefehl gegen 33-jährigen Tatverdächtigen
Freitag, 17 März 2006 | Autor: Polizei Paderborn
Paderborn/ Bad Lippspringe. (mb) Hotels und Pensionen in Bad Lippspringe, Paderborn, Senden (Kreis Coesfeld) und vermutlich weiteren Orten haben noch einige Rechnungen offen. Der unliquide Gast war ein offenbar reiselustiger 33-jähriger Mann, der am Mittwoch von der Paderborner Polizei festgenommen werden konnte und jetzt einen längeren Aufenthalt in einer Justizunterkunft "gebucht" hat.
Ermittler der Paderborner Polizei konnten die kriminelle "Reiseroute" des Tatverdächtigen bis auf wenige Tage dokumentieren: Die letzte amtlich gemeldete Wohnung hatte der in Neustadt/Saale geborene Dauerreisende im vergangenen Sommer in Münster verlassen. Erste Spuren hinterließ der 33-Jährige von November bis kurz vor Weihnachten letzten Jahren in einem Sendener Hotel. Hier fehlten mehrere 1.000 Euro aus der Hotelkasse nachdem der mehrwöchige Gast ohne Begleichung der Zimmerrechung plötzlich verschwunden war.
Mitte Januar tauchte der Mann in einem erst neu eröffneten Paderborner Hotel auf und residierte dort etwa 10 Tage, natürlich auf "Kosten des Hauses". Offenbar suchte der Reisende nach dem Großstadtaufenthalt eine Erholung mit gesunder Kurluft. Er zog um nach Bad Lippspringe. Seine erste - wieder kostenlos genutzte - Pension gefiel ihm nach 10 Tagen Aufenthalt offenbar nicht mehr, wohl aber die Badestadt. Kurzerhand wechselte der Mann seinen Namen und kam in einem neuen Gästehaus unter. Auch hier hielt es der "Kurgast" nicht lange aus. Mit neuem Namen war schnell ein genehmes Gasthaus gefunden und ein Zimmer gemietet. Jetzt begann den Weltenbummler das Fernweh zu plagen. In einem Bad Lippspringer Reisebüro fand er schnell ein beliebtes nicht gerade kostengünstiges Ziel in Übersee und buchte sofort. Dummerweise existierte das angegebene Konto zur Abbuchung der Reisekosten bereits seit zwei Jahren nicht mehr und die Polizei beendete jäh alle Reisepläne.
Bei illegalen Besorgungen in einem Paderborner Kaufhaus fiel der 33-Jährige einem Ladendetektiv auf, der die Polizei alarmierte. Die Beamten stellten schnell fest, dass gegen den mutmaßlichen Langfinger bereits ein Haftbefehl vorlag, weil er im Herbst letzten Jahres nicht zu einem Gerichtstermin in Münster erschienen war, wo gegen ihn wegen Betruges verhandelt werden sollte.
Nach den neuerlichen Reisen des untergetauchten Betrugsverdächtigen hielt auch der Paderborner Haftrichter am Donnerstag einen Aufenthalt hinter "schwedischen Gardinen" für dringend geboten. Er stellte die "Reiseunterlagen" zusammen und sorgte für einen sofortigen Abreisetermin.
Die Paderborner Polizei möchte die Lücken in der nachgezeichneten Reiseroute des Tatverdächtigen, der unter verschiedenen Personalien reiste, gänzlich schließen und bittet um Mithilfe. Insbesondere Hotel- und Pensionsbesitzer, denen diesbezüglich noch Logiskosten fehlen werden gebeten, sich unter der Rufnummer 05251/3060 zu melden.
Bislang ist nicht bekannt, wo sich der 33-Jährige zwischen dem 22.12.2005 und dem 10.01.2006, sowie vom 15.02.2006 bis zum 08.03.2006 aufgehalten hat und ob hier weitere Betrugsfälle vorliegen.
Paderborn/ Bad Lippspringe. (mb) Hotels und Pensionen in Bad Lippspringe, Paderborn, Senden (Kreis Coesfeld) und vermutlich weiteren Orten haben noch einige Rechnungen offen. Der unliquide Gast war ein offenbar reiselustiger 33-jähriger Mann, der am Mittwoch von der Paderborner Polizei festgenommen werden konnte und jetzt einen längeren Aufenthalt in einer Justizunterkunft "gebucht" hat.
Ermittler der Paderborner Polizei konnten die kriminelle "Reiseroute" des Tatverdächtigen bis auf wenige Tage dokumentieren: Die letzte amtlich gemeldete Wohnung hatte der in Neustadt/Saale geborene Dauerreisende im vergangenen Sommer in Münster verlassen. Erste Spuren hinterließ der 33-Jährige von November bis kurz vor Weihnachten letzten Jahren in einem Sendener Hotel. Hier fehlten mehrere 1.000 Euro aus der Hotelkasse nachdem der mehrwöchige Gast ohne Begleichung der Zimmerrechung plötzlich verschwunden war.
Mitte Januar tauchte der Mann in einem erst neu eröffneten Paderborner Hotel auf und residierte dort etwa 10 Tage, natürlich auf "Kosten des Hauses". Offenbar suchte der Reisende nach dem Großstadtaufenthalt eine Erholung mit gesunder Kurluft. Er zog um nach Bad Lippspringe. Seine erste - wieder kostenlos genutzte - Pension gefiel ihm nach 10 Tagen Aufenthalt offenbar nicht mehr, wohl aber die Badestadt. Kurzerhand wechselte der Mann seinen Namen und kam in einem neuen Gästehaus unter. Auch hier hielt es der "Kurgast" nicht lange aus. Mit neuem Namen war schnell ein genehmes Gasthaus gefunden und ein Zimmer gemietet. Jetzt begann den Weltenbummler das Fernweh zu plagen. In einem Bad Lippspringer Reisebüro fand er schnell ein beliebtes nicht gerade kostengünstiges Ziel in Übersee und buchte sofort. Dummerweise existierte das angegebene Konto zur Abbuchung der Reisekosten bereits seit zwei Jahren nicht mehr und die Polizei beendete jäh alle Reisepläne.
Bei illegalen Besorgungen in einem Paderborner Kaufhaus fiel der 33-Jährige einem Ladendetektiv auf, der die Polizei alarmierte. Die Beamten stellten schnell fest, dass gegen den mutmaßlichen Langfinger bereits ein Haftbefehl vorlag, weil er im Herbst letzten Jahres nicht zu einem Gerichtstermin in Münster erschienen war, wo gegen ihn wegen Betruges verhandelt werden sollte.
Nach den neuerlichen Reisen des untergetauchten Betrugsverdächtigen hielt auch der Paderborner Haftrichter am Donnerstag einen Aufenthalt hinter "schwedischen Gardinen" für dringend geboten. Er stellte die "Reiseunterlagen" zusammen und sorgte für einen sofortigen Abreisetermin.
Die Paderborner Polizei möchte die Lücken in der nachgezeichneten Reiseroute des Tatverdächtigen, der unter verschiedenen Personalien reiste, gänzlich schließen und bittet um Mithilfe. Insbesondere Hotel- und Pensionsbesitzer, denen diesbezüglich noch Logiskosten fehlen werden gebeten, sich unter der Rufnummer 05251/3060 zu melden.
Bislang ist nicht bekannt, wo sich der 33-Jährige zwischen dem 22.12.2005 und dem 10.01.2006, sowie vom 15.02.2006 bis zum 08.03.2006 aufgehalten hat und ob hier weitere Betrugsfälle vorliegen.

