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Landrat Müller schreibt an Junge Union Hövelhof: "Unsere Gesetze lassen keine andere Entscheidung zu"
Mittwoch, 07 März 2007 | Autor: Polizei Paderborn

Paderborn/Hövelhof. (mb) Die öffentlich geführte Diskussion um die Verkehrsregelung an der Staumühler Straße veranlasste Landrat Manfred Müller zu einem Schreiben an den Vorsitzenden der Hövelhofer JU.
Müller: "Bei allem Respekt vor dem intensiven Einsatz der jungen Ortspolitiker für die Verkehrssicherheit muss ich in diesem Fall deutlich machen, dass die jetzt von mir an der Staumühler Straße umgesetzten Verkehrsregelungen der aktuellen Gesetzeslage entsprechen und so wesentlich zur Steigerung der Verkehrssicherheit beitragen." 

Auch wenn bis jetzt nichts passiert ist, so Müller weiter, können Straßenverkehrsamt und Polizei nicht die Augen vor veränderten Verkehrssituationen schließen. Die Straßenverkehrsordnung und dazu bestehende Verwaltungsvorschriften lassen einen gesonderten Radweg in einer 30er Zone nicht zu. Hinzu kommt, dass ein gemeinsamer Weg für Radfahrer und Fußgänger eine bestimmte Breite nicht unterschreiten darf.

Müller: "Meine Endscheidung berücksichtigt die Interessen aller Verkehrsteilnehmer. Gefährliche Situationen auf einem engen Fuß- und Radweg, bei steigender Anzahl von Radfahrern und die durch Bebauungen am Ortsrand gestiegene Gesamtverkehrslast, kann ich aus eigener Überzeugung und aufgrund der Gesetze nicht zulassen."

Der Landrat plädiert für einheitliche Regelungen im gesamten Kreisgebiet. Verkehrsteilnehmer müssen sich auf durchgängige und allenorts möglichst identische Verkehrsführungen verlassen können. Aufgrund der baulichen Straßen- und Wegekonzeption an der Staumühler Straße kann auf eine Beschilderung nicht verzichtet werden. Müller zur jetzt eindeutigen Regelung: "Die Fußgänger, unsere 'schwächsten Verkehrsteilnehmer' haben einen eigenen Weg, Radfahrer und Autos gehören auf die Fahrbahn. Gefährliche Situationen zwischen Radlern und Fußgängern, wie sie mir von der Staumühler Straße gerade in Schulnähe geschildert worden sind, sind jetzt ausgeschlossen, wenn sich alle an die Verkehrsregeln halten."

Dass das auch in Hövelhof nicht immer der Fall ist, zeigt ein Unfall vom vergangenen Freitag. An der Bahnhofstraße fuhr ein Radfahrer verbotenerweise auf dem Gehweg und zudem noch entgegen der Fahrtrichtung. Als eine Autofahrerin von einem Parkplatz fuhr, kollidierte der Radler mit dem Auto und flog über seinen Fahrradlenker gegen das Fahrzeug. Glücklicherweise wurde der Zweiradfahrer nur leicht verletzt. Erklärtes Ziel der Kreispolizeibehörde ist eine Verbesserung der Verkehrssicherheit. Landrat Müller: "Um dieses Ziel zu erreichen, ist eine flächendeckende Überprüfung von Verkehrsführungen erforderlich. Weil immer wieder Unfälle durch Fehlverhalten passieren und nicht immer so glimpflich wie an der Bahnhofstraße ausgehen, sind auch Polizeikontrollen unerlässlich."

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