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Mittelalterliche Knochenfunde bei Böddeken
Mittwoch, 25 April 2007 | Autor: Polizei Paderborn

Büren-Wewelsburg. (mb) Am Dienstagnachmittag verständigte ein Spaziergänger die Polizei. Der 37-jährige Mann aus Bielefeld hatte im Wald bei Böddeken mehrere Knochen gefunden, die seiner Einschätzung nach von Menschen stammen müssten.
Kriminalbeamte trafen sich mit dem Finder, der die Polizisten zu einer vermutlich durch den Sturm Kyrill entwurzelten Buche mit etwa 2 m Stammumfang führte. Im Wurzelwerk des Baumes wurden menschliche Knochen und Knochenteile entdeckt, die größtenteils in die Wurzeln eingewachsen waren.

Die aufgefundenen Teilskelette stammen von mindestens zwei Menschen. Der Fundort wurde von den Beamten untersucht und die Knochen sichergestellt. Nach einer ersten Einschätzung der Beamten handelt es sich bei dem Fund um vermutlich weit mehr als einhundert Jahre alte Knochen. Recherchen der Polizei beim Kreismuseum Wewelsburg ergaben am Mittwochmorgen, dass an dem Fundort im Mittelalter ein Friedhof existiert habe. In den letzten Jahren seien immer wieder einzelne Knochen aufgetaucht, die offenbar durch natürliche Erosion, Tiere oder andere Umwelteinflüsse, wie jetzt durch den Sturm, freigelegt wurden. Eine vor Jahren durchgeführte Untersuchung hatte ein Knochenalter von mehreren Hundert Jahren ergeben.

Die Ermittlungsergebnisse der Polizei werden nach Abschluss an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Ob weitere Untersuchungen durchgeführt werden, steht derzeit noch nicht fest.

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