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Im Notfall zählt jede Sekunde
Donnerstag, 27 Juli 2017 | Autor: Lena Karthaus

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Notfalldosen für Bürener

Eine kleine Dose könnte schon bald zum Lebensretter werden: Der Notarztträgerverein Büren hat in Kooperation mit dem Seniorenbeirat und der Stadtverwaltung die so genannte Notfalldose in der Stadt Büren eingeführt. Büren ist somit die erste Stadt im Kreis Paderborn, die die kleine grüne Dose anbietet. Das Gefäß soll Ersthelfern im Ernstfall schnell und direkt wichtige Informationen zur Krankengeschichte der betroffenen Person liefern.

Denn genau das sei häufig das Problem, wie Dr. Hans-Georg Enkemeier bei der Vorstellung der Notfalldose berichtet: "Für Erstretter ist es eine fatale Situation, wenn der Patient nicht mehr in der Lage ist, benötigte Informationen über sich preiszugeben. Aber auch Partner und Angehörigen sind in diesen Stresssituationen meistens so aufgeregt, dass sie uns nur selten Auskunft geben können", führt er weiter aus. "Wo ist die Patientenverfügung? Welche Medikamente nimmt der Betroffene in der Regel ein?" Im Notfall zähle jede Sekunde. Und genau an dem Punkt setze die Notfalldose an, weiß auch Dr. Agatha Enkemeier, 3. Vorsitzende des Notarztträgervereins Büren.

In der Notfalldose ist ein Datenblatt zum Ausfüllen enthalten, dass dem Erstretter im Notfall alle wichtigen Informationen liefert. So können Angaben zur Person, zu Allergien oder Unverträglichkeiten, Impfungen, Vorerkrankungen oder aber auch über Medikamente, die eingenommen werden und deren Dosierung gemacht werden. Außerdem kann eine Kontaktperson eingetragen werden, ebenso wie Angaben verschiedenster Art. Ist man zum Beispiel die einzige Person, die sich um ein Haustier kümmert, kann dies auch angegeben werden.

Außerdem befinden sich in der Notfalldose zwei Aufkleber: Einer wird an der Kühlschranktür und einer an der Innenseite der Haustür angebracht. So können Notärzte und Rettungsassistenten direkt erkennen, dass eine Notfalldose vorhanden ist. Die Notfalldose selber wird in der Kühlschranktür deponiert. "Sie steht im Kühlschrank, weil schlicht und einfach jeder Haushalt über eine Küche und einen Kühlschrank verfügt", erklärt Dr. Agatha Enkemeier.

Auch Bürgermeister Burkhard Schwuchow zeigt sich überzeugt von dem System. "In anderen Ländern ist die Notfalldose schon seit vielen Jahren im Einsatz. Nun müsse diese Idee nur noch verstärkt kommuniziert werden". Vertrieben werden die Notfalldosen im Bürgerbüro der Stadtverwaltung für 2,00 Euro. Betreut wird das Projekt aber vom Seniorenbeirat Büren. "Überall wo wir präsent sind, kann man ebenfalls Notfalldosen erwerben", schildert Klaus Czuka, Vorsitzende des Seniorenbeirates Büren.

Bildunterzeile:
Präsentieren die Notfalldosen, die ab sofort im Bürgerbüro der Stadt Büren erhältlich sind: v.l. Bürgermeister Burkhard Schwuchow, 1. Vorsitzender Notarztträgerverein Büren, Dr. Agatha Enkemeier, 3. Vorsitzende Notarztträgerverein Büren sowie Klaus Czuka, Vorsitzender des Seniorenbeirates Büren. Foto: Stadt Büren

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