Großbrand in Haaren absichtlich herbeigeführt - Polizei nimmt Verdächtigen fest
Freitag, 05 Januar 2007 | Autor: Polizei Paderborn
(uk) Entgegen den ersten Vermutungen ist das Großfeuer in einer Lagerhalle in einem Industriegebiet in Haaren am vergangenen Samstag nicht auf Fahrlässigkeit zurückzuführen. Nach Angaben der Paderborner Polizei wurde der Brand, bei dem ein Schaden in sechsstelliger Höhe entstanden ist, offensichtlich absichtlich herbeigeführt. Die Polizei nahm am Freitag einen Verdächtigen fest, der jetzt in Untersuchungshaft sitzt.
Am frühen Samstagmorgen war die Feuerwehr alarmiert worden, nachdem Zeugen das Feuer in der Halle an der Adam-Opel-Straße entdeckt hatten. Als die Rettungskräfte eintrafen, brannte diese bereits in voller Ausdehnung. Neben dem eigentlichen Gebäude, fielen auch ein LKW, verschiedene Maschinen und großen Mengen an Lagergut den Flammen zum Opfer. Wegen der großen Hitzeentwicklung war es zu schweren Schäden an tragenden Teilen der Hallenkonstruktion gekommen, so dass Einsturzgefahr bestand.
Nach Zeugenaussagen hatte ein Arbeiter am Tag zuvor Schleifarbeiten mit einer Flex an der Halle durchgeführt. Auf Befragen hatte dieser bestätigt extra wegen des gefährlichen Funkenflugs bei den Schleifarbeiten vor die Halle gegangen zu sein, um nicht in der Halle liegende Holzspäne in Brand zu setzten. Am Abend hatte er dann aber doch ein kleines Feuer in der Halle bemerkt und dies gelöscht in dem er die brennende Späne nach draußen geschaufelt hatte. Die ersten Vermutungen ließen den Schluss zu, dass dabei Brandnester übersehen worden waren, die dann im Laufe der Nacht zu dem Großfeuer geführt haben.
In den folgenden Tagen erhärtete sich bei den Ermittlern der Paderborner Polizei aber der Verdacht, dass die Angaben des Verdächtigen möglicherweise nicht der Wahrheit entsprechen. Durch weitere Recherchen und unter Einbeziehung eines Brandmittelspürhundes und eines Sachverständigen ergaben sich Hinweise, dass der Großbrand nicht so entstanden sein konnte, wie es der Arbeiter erklärt hatte.
Die Untersuchungen an der Brandstelle führten dazu, dass die Polizei an unterschiedlichen Stellen des Brandortes den Einsatz von Brandbeschleuniger nachweisen konnte.
Bei weiteren Befragungen des Gelegenheitsarbeiters verwickelte dieser sich in Widersprüche, die zusammen mit den Untersuchungsergebnissen von der Brandstelle den Verdacht einer vorsätzlichen Brandstiftung begründeten. Der arbeitslose 29-Jährige Mann wurde daraufhin am Donnerstag festgenommen.
Mit den vorliegenden Beweisen konfrontiert, rückte der Festgenommene am Freitagmorgen schließlich von seiner ersten Version einer fahrlässigen Brandstiftung ab und gab zu Brandbeschleuniger in der Halle ausgeschüttet und angezündet zu haben.
Zum Motiv befragt erklärte der Beschuldigte, aus Meinungsverschiedenheiten mit dem Eigentümer der Halle heraus gehandelt zu haben. Wegen diverser Streitigkeiten "...wollte er ihm eins auswischen..." und hatte sich deshalb entschlossen das Feuer zu legen.
Der Festgenommene ist bei der Polizei nicht unbekannt. Er ist bereits wegen diverser Eigentumsdelikte vorbestraft und hatte deshalb zuletzt bis November 2005 eine Haftstrafe verbüßt, die dann zur Bewährung ausgesetzt wurde.
Der Festgenommene wurde am Freitagmittag dem Haftrichter vorgeführt.
(uk) Entgegen den ersten Vermutungen ist das Großfeuer in einer Lagerhalle in einem Industriegebiet in Haaren am vergangenen Samstag nicht auf Fahrlässigkeit zurückzuführen. Nach Angaben der Paderborner Polizei wurde der Brand, bei dem ein Schaden in sechsstelliger Höhe entstanden ist, offensichtlich absichtlich herbeigeführt. Die Polizei nahm am Freitag einen Verdächtigen fest, der jetzt in Untersuchungshaft sitzt.
Am frühen Samstagmorgen war die Feuerwehr alarmiert worden, nachdem Zeugen das Feuer in der Halle an der Adam-Opel-Straße entdeckt hatten. Als die Rettungskräfte eintrafen, brannte diese bereits in voller Ausdehnung. Neben dem eigentlichen Gebäude, fielen auch ein LKW, verschiedene Maschinen und großen Mengen an Lagergut den Flammen zum Opfer. Wegen der großen Hitzeentwicklung war es zu schweren Schäden an tragenden Teilen der Hallenkonstruktion gekommen, so dass Einsturzgefahr bestand.
Nach Zeugenaussagen hatte ein Arbeiter am Tag zuvor Schleifarbeiten mit einer Flex an der Halle durchgeführt. Auf Befragen hatte dieser bestätigt extra wegen des gefährlichen Funkenflugs bei den Schleifarbeiten vor die Halle gegangen zu sein, um nicht in der Halle liegende Holzspäne in Brand zu setzten. Am Abend hatte er dann aber doch ein kleines Feuer in der Halle bemerkt und dies gelöscht in dem er die brennende Späne nach draußen geschaufelt hatte. Die ersten Vermutungen ließen den Schluss zu, dass dabei Brandnester übersehen worden waren, die dann im Laufe der Nacht zu dem Großfeuer geführt haben.
In den folgenden Tagen erhärtete sich bei den Ermittlern der Paderborner Polizei aber der Verdacht, dass die Angaben des Verdächtigen möglicherweise nicht der Wahrheit entsprechen. Durch weitere Recherchen und unter Einbeziehung eines Brandmittelspürhundes und eines Sachverständigen ergaben sich Hinweise, dass der Großbrand nicht so entstanden sein konnte, wie es der Arbeiter erklärt hatte.
Die Untersuchungen an der Brandstelle führten dazu, dass die Polizei an unterschiedlichen Stellen des Brandortes den Einsatz von Brandbeschleuniger nachweisen konnte.
Bei weiteren Befragungen des Gelegenheitsarbeiters verwickelte dieser sich in Widersprüche, die zusammen mit den Untersuchungsergebnissen von der Brandstelle den Verdacht einer vorsätzlichen Brandstiftung begründeten. Der arbeitslose 29-Jährige Mann wurde daraufhin am Donnerstag festgenommen.
Mit den vorliegenden Beweisen konfrontiert, rückte der Festgenommene am Freitagmorgen schließlich von seiner ersten Version einer fahrlässigen Brandstiftung ab und gab zu Brandbeschleuniger in der Halle ausgeschüttet und angezündet zu haben.
Zum Motiv befragt erklärte der Beschuldigte, aus Meinungsverschiedenheiten mit dem Eigentümer der Halle heraus gehandelt zu haben. Wegen diverser Streitigkeiten "...wollte er ihm eins auswischen..." und hatte sich deshalb entschlossen das Feuer zu legen.
Der Festgenommene ist bei der Polizei nicht unbekannt. Er ist bereits wegen diverser Eigentumsdelikte vorbestraft und hatte deshalb zuletzt bis November 2005 eine Haftstrafe verbüßt, die dann zur Bewährung ausgesetzt wurde.
Der Festgenommene wurde am Freitagmittag dem Haftrichter vorgeführt.

