„Wir bleiben draußen!“ – aber wie, wenn der Herbst naht?

„Wir bleiben draußen!“ – aber wie, wenn der Herbst naht?
Lässt die Bauart des Hauses keine Anbringung eines Vordaches oder einer Markise zu, kann ein Allwetterschirm eine gute Idee sein, um auch an kühleren Abenden draußen zu sitzen. Für Gastronomiebetriebe könnte dies ihr Unternehmen retten; für Privatpersonen ist es eine gute Idee, um in der Krise Verantwortungsbewusstsein zu zeigen.

Bei der Aussage „wir bleiben draußen!“ handelt es sich in diesem ganz speziellen Jahr nicht etwa darum, dass Vierbeiner der Zugang zu Gastronomiebetrieben oder dem Einzelhandel verwehrt bleiben soll. Stattdessen macht sich die Wir-bleiben-draußen-Mentalität breit, weil seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie der Rat kursiert: Draußen ist die Gefahr einer Ansteckung geringer als in geschlossenen Räumen.

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen gibt mit der Corona-Schutz-Verordnung den Rahmen vor, der da heißt: Im öffentlichen Raum sind maximal zehn Personen erlaubt; überschritten werden darf diese Höchstgrenze, wenn sich Angehörige zweier Haushalte treffen oder bei Familien mit geraden Verwandtschaftsgraden. Doch was bedeutet das eigentlich für die Frischluftfans, die nun immer häufiger mit herbstlichen Temperaturen konfrontiert werden? Die folgenden Tipps können Inspirationen bieten, wie der Outdoor-Bereich privat und gewerblich lange nutzbar bleibt.

Tipp 1: Lounges statt Sitzgruppen

„Wir bleiben draußen!“ – aber wie, wenn der Herbst naht?
Gartenmöbel wie diese bieten kaum Schutz vor herbstlichen Temperaturen. Große Lounge-Sessel schützen mit viel mehr Material diejenigen, die lieber noch ein Weilchen draußen bleiben.

Auf den ersten Blick scheint es fast, als wäre es egal, worauf gesessen wird, wenn der Sommer zum Herbst und der Herbst zum Winter wird, doch das ist mitnichten so, denn: Die Temperaturen ändern sich; es wird kühler. Wer möglichst lange nach dem Wir-bleiben-draußen-Motto leben möchte, muss sich also wärmer anziehen. Doch auch in puncto Sitzmöglichkeiten lässt sich einiges arrangieren. Grundsätzlich gilt nämlich: Lounge-Möbel sind meist größer und üppiger und bieten infolgedessen mehr Schutz vor kalten Temperaturen. Ausgestattet mit dicken Sitzpolstern und hohen Lehnen lässt es sich in einem Lounge-Sessel auch bei kälteren Temperaturen noch länger draußen sitzen.

Wichtig: Das Material der Lounge-Möbel muss feuchtigkeitsresistent sein, denn die Abende werden nicht nur kühler, sondern auch feuchter. Zudem können nur feuchtigkeitsabweisende Lounge-Möbel auch über Nacht draußen bleiben.

Tipp 2: Ein Dach hält die Wärme

In einem Holz-Pavillon, unter einer Terrassenüberdachung und sogar unter einer Markise hält sich die Wärme in der Regel deutlich länger als unter freiem Himmel. In der Folge bedeutet das, dass ein Dach über dem Kopf den Wir-bleiben-draußen-Wunsch deutlich länger ermöglichen könnte als der Blick in die Sterne. Umzusetzen ist diese Bedachung allerdings in den meisten Fällen weder schnell noch günstig. Ein Holz-Pavillon sollte freistehend sein, braucht also viel Platz. Eine Terrassenüberdachung lässt sich nicht an jeder Hausmauer anbringen und ist in den meisten Fällen recht kostenintensiv. Eine Markise kann eine Option sein, allerdings muss diese spätestens dann eingefahren werden, wenn der Wind zu stark oder der Stoff zu feucht wird.

Tipp: Eine gute Alternative zu diesen Möglichkeiten sind moderne Allwetterschirme. Die Bedienung ist mithilfe einer sogenannten Servomechanik sehr leicht. Zudem sind Allwetterschirme gut für Wind und Wetter und damit für den Outdoorbereich geeignet – sowohl im Privaten als auch in der Gastronomie. Polyester-Bezüge schützen tagsüber vor UV-Strahlen und erweisen sich abends und nachts als wasserdicht. Mit Blick auf die Form stehen Käufern viele Optionen offen – von rund über quadratisch, rechteckig und dreieckig bis hin zu exzentrischen Allwetterschirmen. Gastronomiebetriebe können die große Fläche des Allwetterschirms gleichzeitig für Werbung nutzen.

Tipp 3: Ein paar Grad mehr – so funktioniert’s!

„Wir bleiben draußen!“ – aber wie, wenn der Herbst naht?
Eigentlich fallen Heizpilze wie diese ganz klar in die Kategorie der Klimasünder und sind deswegen in vielen Städten verboten. Jetzt allerdings, wenn Maßnahmen gefragt sind, um die Outdoor-Saison für Gastronomiebetriebe verlängern zu können, kommen sie wieder ins Gespräch.

Sogenannte Heizpilze, die Wärme spenden, aber die Umwelt massiv belasten, sind umstritten und in vielen Städten sogar verboten. Allerdings könnte es in den nächsten Wochen wieder mehr Erlaubnisse für die Klimasünder geben, zumindest erklärte Ministerpräsident Armin Laschet gegenüber dem WDR: „Wir wollen den Wirten im kommenden Winter mehr Außengastronomie ermöglichen. Heizpilze aufstellen zu können, gehört mit zu diesem Konzept.“ Warum sie bis dato verboten waren, liegt an dem hohen CO2-Ausstoß der Heizpilze – und zwar unabhängig davon, wie sie betrieben werden. Laut BUND könne ein Heizpilz binnen einer Saison ebenso die Umwelt verschmutzen wie ein Kleinwagen in einem ganzen Jahr. In diesem besonderen Jahr wäre das nicht anders, jedoch könnten Heizpilze die Outdoor-Saison verlängern, was wiederum vor allem den Gastronomiebetrieben helfen könnte, die schwere Einbußen aufgrund der Corona-Pandemie zu stemmen haben.

Alternativtipp: Während zu beobachten bleibt, welche Entscheidung in puncto Heizpilze für die Paderborner Gastronomiebetriebe fällt, könnten vor allem Privatpersonen Alternativen nutzen, anstatt ebenfalls Energie über Heizpilze in die Luft zu pusten. Denkbar wäre beispielsweise nach einem Grillabend in geselliger Runde die Feuerschale zu nutzen, um dort ein kleines Lagerfeuer (ohne Dach darüber!) zu entfachen. Das macht warm und sorgt für eine gemütliche Atmosphäre. Gibt es keine Feuerschale, kann eine umfunktionierte Tonne als Feuerstelle dienen. Wichtig ist in jedem Fall eine fachmännische Absicherung der Feuerstelle, so dass aus dem Wir-bleiben-draußen-Motto kein gefährliches Intermezzo wird.

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