Kündigung durch den Arbeitgeber: Wie viel Geld erhalten ich als Abfindung?

Justitia und Paragrafzeichen vor weiser Wand.

Oft kommt sie unerwartet und für viele ist sie ein regelrechter Schock: Die Rede ist von der Kündigung des Arbeitsverhältnisses. Bekommt man diese persönlich oder per Kurier zugestellt, dauert es oft ein wenig, bis man realisiert, was einem da gerade widerfahren ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob man im medizinischen Bereich, in einer Bank oder im Baugewerbe tätig ist. Auch wenn es emotional zunächst anders scheint: eine Kündigung ist kein Beinbruch. Das Leben wird auch danach weitergehen. Die Frage ist nur, wie sich die finanzielle Seite zukünftig gestaltet.

Abfindung oder mehr?

Die wichtigste Frage nach einer Kündigung ist: War diese rechtens? Die zweite Frage danach sollte sein, ob man aus der bestehenden Situation noch Geld herausholen kann, etwa durch einen Aufhebungsvertrag und entsprechender finanzieller Vergütung. In einigen Fällen kann man auch die Abfindung bei Kündigung berechnen lassen – doch bis es soweit ist, sollte man andere Hebel in Bewegung setzen. Je nachdem, wie sich die einzelne Situation darstellt, lässt sich finanziell oft noch mehr aus dem Arbeitsverhältnis herausholen, als auf den ersten Blick möglich ist.

Fachanwalt für Arbeitsrecht fragen

Geschäftsfrau und Geschäftsmann betrachten Dokumente.

Es ist in jedem Fall empfehlenswert, einen Anwalt für Arbeitsrecht zu Rate zu ziehen. Dieser kann einen fachlich beraten und die bestmögliche Lösung für einen persönlich erörtern. Wichtig ist, sich möglichst schnell einen Termin geben zu lassen, denn die Einspruchsfristen gegen Kündigungen sind begrenzt. Eine Kündigungsschutzklage hat binnen drei Wochen nach Zugang der Kündigung beim zuständigen Arbeitsgericht zu erfolgen. Das ist praktisch oft sehr knapp, da man sich in jedem Fall vorab beraten lassen sollte, ob dafür Aussicht auf Erfolg besteht. Es geht hier also zunächst um einen Zeitgewinn, in dem Notwendiges geregelt werden kann.

Einen kühlen Kopf bewahren

Oft ist es so, dass eine unerwartete Kündigung einen emotional ziemlich aus der Bahn wirft. Hier gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren. Das ist wichtig, damit Sie nicht unüberlegt handeln, keine ungünstigen Verträge unterschreiben und sich auch nicht unter Druck setzen lassen, wenn Ihr Arbeitgeber Ihnen vermeintlich ein lukratives Angebot unterbreitet. Bleiben Sie daher ruhig und souverän und unterschreiben Sie höchstens die Entgegennahme der Kündigung.

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